Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war für viele Westeuropäer die USA, für Osteuropäer war es Westeuropa.

Deutschland und Polen definieren geographisch Mitteleuropa, aber kulturell betrachtet existiert keine mitteleuropäische Kultur als Pendant zur west-, ost- oder südeuropäischen Kultur. Warum? Beeinflusst das Erbe der europäischen Teilung nach 1945 so nachhaltig? 

Ist es heutzutage, im Zuge der Europäisierung überhaupt noch notwendig von solchen geographischen, regionalen, nationalen etc. Identitäten zu sprechen?

Die polnische Region Schlesien blickt auf eine sehr spannende Zeit zurück. Vor dem  2. Weltkrieg Deutschland zugehörig, nach dem Krieg an Polen angegliedert, wurde diese Grenzregion unterschiedlich beeinflusst. Dies erkennt man heute noch an den deutschen Gebäuden, der schlesischen Sprache als Mischung aus deutsch und polnisch und volkstümlichen Traditionen wie Tänzen und Gesängen, die Elemente beider Gruppen verbinden. Vor allem die Ambition der schlesischen Minderheit als autonom anerkannt zu werden verdeutlich die politische Brisanz. Denn die Schlesier identifizieren sich besonders stark mit ihrer Region, weniger mit der polnischen Nation.

Die Alltagsbilder sollen zeigen, wie sich Polen seit dem Mauerfall umorientiert hat, welche Entwicklung das Land bis heute gemacht hat. Seit 2004 ist es Mitglied der EU und schaut selbstbewusst Richtung Westen. Aber war alles, was heute farbig ist früher einheitlich grau? Ein Vergleich wird gezeigt, zwischen den Alltagsbildern von damals und den Alltagsbildern heute.

Das Kuwi-Interchange Scholarship Stipendium, gefördert duch ehemalige Kuwi-Absolventen, ermöglicht Studenten ihre Ideen für interkulturelle Projekte umzusetzen. Unterstützt wird mit finanziellen Mitteln sowie mit fachlicher Beratung. 

Die interkulturelle Relevanz meines Projekts: ein weiterer Schritt zu mehr Verständnis zwischen Ost und West.


Ermöglicht durch das Kuwi-InterChange-Scholarship Stipendium.
Kuratorin: Patrizia Pawelek